HI-TIP Gefahrbildeinblendung

Allgemeines

Durch HI-TIP werden komplette Röntgenbilder fiktiver Gepäckstücke, die gefährliche Gegenstände enthalten, automatisch zwischen den Bildern echter Gepäckstücke eingeblendet. Auch werden einzelne gefährliche Gegenstände unterschiedlicher Art automatisch in echte Röntgenbilder von durchleuchtetem Gepäck eingeblendet.

Der Bediener des Röntgenprüfsystems bemerkt diesen Einblendungsvorgang nicht. Während dieses Vorgangs ist der volle Umfang der Bilderweiterungsfunktionen zur Unterstützung des Auswertungsvorgangs verfügbar. Selbst automatische Funktionen zur Bedienerunterstützung können in Kombination mit HI-TIP benutzt werden. Die Aufgabe des Bedieners ist es, verdächtige Objekte aufzuspüren und zu markieren.

Betrieb

Wenn ein verdächtiger Gegenstand vom Bediener erkannt und markiert wurde, wird das Förderband automatisch gestoppt. Das fiktive, gefährliche Gepäckstück wird nun in einem schwarz-gelben Rahmen wiedergegeben.

Zur weiteren Auswertung des echten Gepäcks verschwindet das fiktive Gepäckstück vom Bildschirm.

Die Aufgabe des Bedieners ist es, verdächtige Objekte zuerkennen und zu markieren.

„Sie haben eine fiktive BOMBE im Gepäck korrekt erkannt!

Überprüfen Sie das Gepäckstück, um sicherzugehen, dass sich keine realen Gefahren darin verbergen!“

 

Nicht erkannte Objekte

Sollte der Bediener einen Gegenstand, der auf dem Bild eingeblendet wurde, nicht erkennen, wird das Förderband gestoppt, und eine Nachricht erscheint auf dem Bildschirm.

Das echte Röntgenbild wird dann zusammen mit dem nicht aufgefundenen, gefährlichen Gegenstand automatisch gespeichert. Die Bilder können durch das IMS (Image Store System) wieder aufgerufen werden.

System-Konfiguration

Das HI-TIP-System beinhaltet eine Bibliothek, die sich in zwei Kategorien aufteilt und Unterkategorien mit einzelnen, gefährlichen Gegenständen enthält. Der Systemverantwortliche kann Kategorien hinzufügen, ändern und löschen.

Außerdem können Benutzer mit höherer Zugangsberechtigung spezifizieren,


  • von welchen Kategorien und zu welchem Prozentsatz im Verhältnis zu den anderen Kategorien kombinierte Gefahrenbilder und einzelne, gefährliche Gegenstände während des normalen Arbeitsflusses eingeblendet werden
     
  • welche Bilder einer Kategorie eingeblendet werden
     
  • welche Entscheidungszeiten für den Bediener verfügbar sind, um ein Gefahrenbild zu erkennen
     
  • wie viele Einblendungen auf Zufallsbasis statt im Rahmen des Diversifikationsumfangs vorgenommen werden
     
  • welche zusätzlichen Entscheidungszeiten dem Bediener nach dem Stillstand des Förderbandes zur Verfügung stehen, um einen gefährlichen Gegenstand zu detektieren sowie
     
  • die Anzahl der Einblendungen im Vergleich zu den echten Gepäckstücken
     
  • die Diversifikation der Einblendungen

Berichtssystem

Anhand der Berichte, die den einzelnen Benutzern zugewiesen werden, können Benutzer mit höheren Zugangsrechten ablesen, wie oft eingeblendete Gegenstände und Bilder erkannt und verfehlt wurden.
 

Dadurch können Schlussfolgerungen im Hinblick auf die Wirksamkeit der Sicherheitschecks durch verschiedene Benutzer und bei unterschiedlicher Arbeitsauslastung gezogen werden.